260. An Goethe

Jena, den 14. Dezember 1796

Ich habe gestern und heute so emsig am Wallenstein gearbeitet, daß ich den gestrigen Botentag ganz aus der Acht ließ und mich auch heute nur im letzten Augenblick an die Post erinnerte.

Meinen besten Dank für Ihre freundschaftliche Verwendung in der bewußten Sache, die mich recht froh für die Zukunft macht. Ich lebe sehr gern mit meiner Schwägerin, und mein Schwager bringt durch seine mir heterogene Art zu seyn, die doch wieder ein Ganzes für sich ist, eine interessante Verschiedenheit in meinen Zirkel.

Auch für die Terpsichore danke schönstens.

Seien Sie herzlich von uns allen gegrüßt.

Sch.

H 259 | S 259 | B 260