194. An Schiller

Weimar, 13. Juli 1796

Viel Glück zum guten Fortgang alles dessen was sich auf’s neue Lebendige bezieht. Grüßen Sei die liebe Frau und Frau Gevatterin. Zur Taufe hätte ich mich ungebeten eingestellt, wenn mich diese Ceremonien nicht gar zu sehr verstimmten. Ich komme dafür Sonnabends und wir wollen ein paar frohe Tage genießen. Leben Sie wohl. [Heute erlebe ich auch eine eigne Epoche, mein Ehstand ist eben acht Jahre und die französische Revolution sieben Jahre alt.]*

G.

Die Kupferstiche zu Hirts Abhandlung sind in Arbeit und sollen gut werden. Den einen wollte man nicht unter vier Carolin machen, der andere soll etwas wohlfeiler kommen. Es ist freilich viel und genaue Arbeit daran.

Knebel werde ich um Uz angehen.

* Nicht bei H, zitiert nach S.
H 186 | S 186 | B 187