683. An Schiller

Weimar, den 8. November 1799

Mein Wunsch Sie zu sehen, wird hoffentlich morgen erfüllt werden, und wenn meine Gegenwart gleich keine Hülfe bringen kann, so ist die Ableitung der Gedanken, bei einem dauernden Übel, doch immer schon etwas.

Carl befindet sich in seinem neuen Zustand ganz leidlich, nur bei’m Eintritt der Nacht tritt auch, wie es bei Kindern immer geschieht, die Sehnsucht nach dem gewohnten Zustand ein.

Ich wünsche daß Sie sich wie bisher erhalten mögen.

Ich habe vieles worüber ich Ihre Gedanken zu vernehmen wünsche.

G.

H 674 | S 672 | B 675