853. An Goethe

Weimar, den 18. Februar 1802

Wir wünschen zu wissen, ob Sie etwa Lust und Muße haben, vor der Abreise des Prinzen noch hieher zu kommen, weil wir in diesem Fall unsere geschlossene Gesellschaft, wenn es auch (um Ihnen die Unbequemlichkeit zu ersparen) auf dem Stadthause wäre, noch einmal halten wollen. Wenn Sie nicht kommen, so wird mit einem großen Clubb gedroht, den Herr v. Kotezbue jetzt negotiirt und der den Montag nach der Komödie seyn soll. Der Prinz wünschte sehr diesem zu entgehen und würde sich weit lieber in unserm kleinen Kreis befinden. Lassen sie mich doch durch Herrn v. Pappenheim, der Ihnen dieses überbringt, wissen, ob Sie kommen werden oder nicht, und ob wir auf den Montag etwas arrangiren sollen. Wenn Sie uns fehlen, so können wir das Zudringen der unwillkommenen Gäste nicht wohl abhalten.

Leben sie recht wohl. Ich sehne mich wieder ein Wort von Ihnen zu hören.

Sch.

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